Teambesprechungen: Patenschaft für Abwesende
Kennen Sie das auch aus Ihren Teams: Gerade auf den Wohnbereichen und Stationen in Krankenhäusern und Altenheime finden regelmäßig Teambesprechungen statt – und so gut wie nie sind wirklich ALLE anwesend. Was ist die Konsequenz?
“Oui, das habe ich nicht gewusst!” – “Da war ich ja nicht dabei!” sind die Aussagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn Sie Fehlverhalten ansprechen und bestimmte Kenntnisse zu Patienten oder Pflegeprozessen einfordern.
Ein wirksames Hilsmittel sind da die sog. Abwesenden-Patenschaften: Zu Beginn Ihrer Besprechung fragen Sie in die Runde, welche Kollegen heute fehlen und notieren deren Namen an der Magnettafel oder einem Flipchart. Dann fragen Sie in die Runde, wer für welchen Abwesenden Kollegen eine Patenschaft übernehmen könnte.
Die Patenschaft bedeutet die Bereitschaft, alle relevanten Inhalte der Besprechung an den abwesenden Kollegen weiterzugeben. Und zwar bei der nächsten Begegnung, also z.B. am ersten Arbeitstag nach einer Erkrankung.
Ihre Vorteile: So erhöhen Sie die gegenseitige Fürsorgebereitschaft und kollegiale Verantwortung im Team – gleichzeitig vermindern Sie Fehlerquellen aufgrund von Unwissenheit sowie die Anzahl der möglichen Ausreden Ihrer Mitarbeitenden.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
P.S. Das gleiche Prinzip können Sie auch für interne Fortbildungen ansetzen. Ein Blick in die Runde zu Beginn – die Frage “Wer fehlt heute?” und die Überlegung “Wer macht den Paten?” sorgen dafür, dass alle (fast ) auf dem gleichen Kenntnisstand bleiben…





