Professionelle Distanz in der Pflege – immer gleichbleibend oder individuell?

Habe ich in der letzten Woche im Coaching mit einem Klienten länger drüber gesprochen: Was bedeutet eigentlich die professionelle Distanz in der Arbeit mit alten, kranken, behinderten oder sterbenden Menschen?

Konkret: darf ich mich von dem Schicksal oder dem Leben einer mit anvertrauten Person berühren lassen? Ist das nicht “un-professionell”?! Darf ich mir eigentlich eingestehen, dass ich einen konkreten Bewohner nicht leiden kann?

Ich bin der Meinung: Ja, das darf ich! Eine immer gleichbleibende Nähe-und-Distanz-Gestaltung führt aus meiner Sicht zu einer emotionalen Überforderung und zu einem “maschinenhaften” Umgang mit den Menschen.

Ich empfehle Ihnen: Spüren Sie in sich hinein – erleben Sie Sympathie oder Antipathie?

Die entscheidende Frage ist doch dann: Wie gehe ich damit um? Welche Konsequenz ergibt sich darauf für mich und mein Verhalten? Auch mit jemandem, den ich nicht so mag, kann ich doch freundlich und zugewandt umgehen, oder?

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