Konfliktgespräche führen

Autoren: Markus Classen und Ümit N. Civan vom Coachingbüro Sinn meets Management (Foto: C. Klant)

Autoren: Markus Classen und Ümit N. Civan vom Coachingbüro Sinn meets Management (Foto: C. Klant)

In der aktuellen Ausgabe der Dr. med. Mabuse erschien unser Fachartikel “Konfliktgespräche führen”. Mit Hilfe des Verhaltensrechtecks von Thomas Gordon werden im Artikel anhand eines konstruierten Fallbeispiels Konfliktsituationen in der Pflege analysiert. Zur Bearbeitung der Situation werden kommunikative Techniken vorgeschlagen und Tipps zur generellen Herangehensweise zur Problemlösung gegeben. Der Artikel richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die in der Pflege berufstätig sind. Continue reading

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“Die Führungskraft als Coach?” – Neuauflage

Referent Markus Classen (Bild: C. Klant)

Referent Markus Classen (Bild: C. Klant)

Nach der erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr (wir berichteten), gibt es am 29. und 30. Juni 2012 eine Neuauflage des Seminars “Die Führungskraft als Coach?” an der Fachhochschule Münster. Continue reading

Fachartikel “Kommunikation im Operationssaal – Stress darf keine Ausrede für einen Werteverfall sein”

Autoren: Markus Classen und Ümit N. Civan vom Coachingbüro Sinn meets Management (Foto: C. Klant)

Autoren: Markus Classen und Ümit N. Civan vom Coachingbüro Sinn meets Management (Foto: C. Klant)

In der aktuellen Pflegezeitschrift erschien der Artikel “Kommunikation im Operationssaal – Stress darf keine Ausrede für einen Werteverfall sein” (PDF), geschrieben von Markus Classen und Ümit N. Civan vom Coachingbüro Sinn meets Management.  Continue reading

Die Führungskraft als Coach?

Referent Markus Classen (Bild: C. Klant)

Referent Markus Classen (Bild: C. Klant)

Coaching als Führungsstil wird in der Literatur oft erwähnt und ist ein schillerndes Beispiel für die Verwässerung des Coaching-Begriffs. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Coaching, Führung und Leitung.

Im Seminar “Die Führungskraft als Coach? – Möglichkeiten und Grenzen eines modernen Ansatzes” wird der Blick auf Ihre Rolle als Führungskraft im Pflege- und Sozialbereich gewendet. Coachingkompetenzen können die Führungsarbeit unterstützen, sie aber nicht vollständig ersetzen – gleichzeitig gibt Coaching Möglichkeiten der Selbstreflexion, die einer Führungskraft nicht immer in ihrem Alltag zur Verfügung steht. Sie lernen in der Weiterbildung die Abgrenzung zwischen Coaching, Führung, Leitung und anderen Formaten, wie zum Beispiel der Supervision. Durch Coachingtriaden, Rollenspiele und Gruppenarbeiten vertiefen Sie Ihre Selbstreflexion.

Die berufsbegleitende Weiterbildung für Führungskräfte aus dem Pflege- und Sozialbereich findet statt am 1. und 2. Juli an der Fachhochschule Münster. Informationen und Anmeldung unter:

https://www.fh-muenster.de/fb10/termine/kataloge_kalender/weiterbildungskatalog.php?wkid=366&year=2011

 

Zu Karneval: Verkleiden Sie Ihr “Inneres Team”

Ein Team ist mehr als die Summe seiner Teile (G.Altmann/pixelio.de)

Ein Team ist mehr als die Summe seiner Teile (G.Altmann/pixelio.de)

Das Innere Team ist ein Coaching-Tool und hilft bei Entscheidungsschwierigkeiten oder dem Umsetzen von Ideen. Fragen Sie dazu den “Träumer” in sich – und danach den “Kritiker”, den “Emotionalen” und den “Rationalen”. Wenn Sie hin- und hergerissen sind, sich Bedenken auftun oder mögliche Wege noch nicht durchdacht wurden, machen Sie sich dies zu nutze, statt sich daran aufzuhängen. Wir stellen Ihnen hier dieses Coaching-Tool vor – schauen Sie in die Trickkiste des Coaches und blicken Sie aus der Sicht des Coaches auf die Situation des Coachingnehmers. Ein Artikel für Coaches, Coaches in der Ausbildung und Interessierte. Continue reading

Werte-Reihe “Gesund bleiben – Stress bewältigen”

Zeit- und Leistungsdruck - eine der Hauptursachen für Stress (Bild: Gerd Altmann, http://pixelio.de)Zeit- und Leistungsdruck – eine der Hauptursachen für Stress (Bild: G. Altmann/pixelio.de)

Stress ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der größten Gefahren für die Gesundheit im 21. Jahrhundert. Die stressbedingten Krankheitsfälle steigen rapide und bereits jeder fünfte Deutsche zeigt Symptome von Stress. Die Prävention, das Leben mit und die Bewältigung von Stress im Job und Privatleben wird in unserer Leistungsgesellschaft mehr und mehr zu den Grundkompetenzen werden.

Wie sich Stress äußert, wodurch er verursacht wird und wie man ihm bewusst entgegnet ist also ein hochrelevantes Thema – auch im Coaching. Das ist Grund genug für uns, eine eigene Werte-Reihe zum Thema Stress und den dahinterstehenden Werten der Gesundheit, des Erfolgs und des persönlichen Glücks im Leben zu starten. Continue reading

Körperhaltung beeinflusst Führungskompetenzen

Der Chef bin ich! (Bild: S. Schmich/pixelio.de)

Der Chef bin ich! (Bild: S. Schmich/pixelio.de)

Aufrechte Haltung, gerader Blick nach vorn, ausdrucksstarke Gesten – Führungspersönlichkeiten haben eine ganz eigene Art der nonverbalen Kommunkation. Ihre Körpersprache sagt bereits: “Ich bin stolz und überlegen.” Doch auch umgekehrt wirkt sich das Einnehmen einer bestimmten, selbstbewussten Körperhaltung auf Führungseigenschaften, Mut und auch Gesundheit aus, wie Wissenschaftler herausfanden. Continue reading

Erfüllung mit Erfolg verbinden

Führungsexperte Warren Bennis über sein Leben und seine Karriere

Ein lesenswerter Artikel aus dem Harvard Business Manager beschreibt, wie Führungsexperte und Change-Management-Berater Warren Bennis bei sich selbst Sinn und Antrieb seines Lebens und seiner Karriere reflektiert. Die positive Kraft schöpfte er dabei aus der Motivation, sein Leben und damit auch sein Berufsleben nicht wie ein “Hamster im Rad” zu führen, wie er es bei seinem Vater wahrnahm.

Harte Arbeit und den richtigen Menschen begegnet zu sein, förderten seinen Berufs- und Lebensweg ebenso. So war der Professor für Management am weltberühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) Douglas McGregor, Begründer der weit bekannten X- und Y-Theorie in der Managementlehre, der Mentor für Bennis’ weitere akademische Laufbahn war.

Aus logotherapeutischer Sicht nach Viktor E. Frankl ist die Erzählung von Bennis aus seinem eigenen Leben ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie Werteverwirklichung zu Sinnerfüllung führt: Sein Leben nicht wie im Hamsterrad zu verbringen, sondern den Wert eines Berufes zu verwirklichen, der ihm persönliche Erfüllung bringt, führte dazu, dass er mit Leidenschaft in seinem Beruf aufging und so zu einem der erfolgreichsten Managementberater und Autoren zu den Themen Führung und Organisationsentwicklung.
Er kann zurückblicken auf eine Laufbahn als Managementberater, unter anderem für die US-Präsidenten John F. Kennedy und Ronald Reagan, Autor von über 30 Büchern zum Thema Führung sowie als Professor an der University of Southern California und Gründer des dortigen Leadership Institutes.

So schließt er die Reflexion seines Lebens und seiner Karriere ab mit den Worten:

“Alles, was ich getan hatte, war: hart arbeiten, glücklich werden, am Leben bleiben – und versuchen, das Schicksal des eigenen Vaters nicht zu wiederholen.”

Artikel: http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-714751.html

“Herr Classen, warum hält die Wirkung unserer Schulungen nur 2 Monate an?”

Diese Frage stellte mir gestern der Geschäftsführer eines Handelsunternehmens.

“Wir schicken unsere Mitarbeiter regelmäßig auf Verkaufsschulungen und nachher stelle ich fest, dass die Mitarbeiter tatsächlich anders im Kundenkontakt agieren. Allerdings hält dieser Effekt immer nur ein paar Wochen an. Woran liegt das?”

Ich unterscheide im Coaching zwischen Wirksamkeit und Nachhaltigkeit.
Wenn ich einen Veränderungsprozess anstoßen will, muss ich zunächst genau beobachten, auf welcher Ebene “in” der Person, der Veränderungsbedarf liegt: geht es um

  • Verhalten oder Handeln
  • Haltung und Einstellung
  • ethische Entscheidung
  • Werte oder Bedürfnisse
  • Ziele oder Gefühle
  • Führen oder Leiten

Setze ich auf der falschen Ebene an und trainiere z.B. neues Verhalten, während der Mitarbeiter keine Einsicht in den Sinn des Verhaltens hat, so kann ich keine nachhaltige Veränderung erwirken. Weil alle Mitarbeiter die Schulungen machen oder der Mitarbeiter sonst mit Sanktionen rechnen müsste, macht er halt mit. So zeigt sich in den Tagen danach neues Verhalten – dauerhaft etabliert ist es allerdings nicht.

Richtig wäre der Weg hier, zunächst an der Einstellung des Mitarbeiters zu arbeiten und Sinn, Zweck und Nutzen einer möglichen Verhaltensänderung herauszuarbeiten. Ist diese klar benannt, kann der Mitarbeiter auch zunächst selbst (Coachingansatz!) überlegen, welches neue Verhalten nun angebracht wäre  oder von mir einige Vorschläge und Tipps erhalten (eher Trainingsansatz). Ist dann eine Vereinbarung über das sinn-volle Verhalten getroffen, kann dieses eingeübt werden.
Die Wahrscheinlichkeit der Nachhaltigkeit ist nun deutlich höher! Diese Vorgehensweise ist klassisch für einen Coachingprozess: im Mittelpunkt steht nicht neue Verhaltensmethoden, die trainiert werden sollen, sondern die Person, die sich entscheidend neu handeln soll.

Fragen Sie sich auch manchmal, warum Verhalten nicht so einfach geändert werden kann? Schreiben Sie uns Ihre Frage dazu oder Ihre Erfahrungen…