Werte-Reihe “Gesund bleiben – Stress bewältigen”

Zeit- und Leistungsdruck - eine der Hauptursachen für Stress (Bild: Gerd Altmann, http://pixelio.de)Zeit- und Leistungsdruck – eine der Hauptursachen für Stress (Bild: G. Altmann/pixelio.de)

Stress ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der größten Gefahren für die Gesundheit im 21. Jahrhundert. Die stressbedingten Krankheitsfälle steigen rapide und bereits jeder fünfte Deutsche zeigt Symptome von Stress. Die Prävention, das Leben mit und die Bewältigung von Stress im Job und Privatleben wird in unserer Leistungsgesellschaft mehr und mehr zu den Grundkompetenzen werden.

Wie sich Stress äußert, wodurch er verursacht wird und wie man ihm bewusst entgegnet ist also ein hochrelevantes Thema – auch im Coaching. Das ist Grund genug für uns, eine eigene Werte-Reihe zum Thema Stress und den dahinterstehenden Werten der Gesundheit, des Erfolgs und des persönlichen Glücks im Leben zu starten. Continue reading

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Was ist Ihnen wertvoll?

Gerade entdeckten wir ein schönes Video, das aus dem Alltag zeigt, was den Menschen wichtig ist. Dazu wurden Menschen in der Stadt kurz interviewt und zu ihren Werten befragt. Das Erstaunliche aus Sicht des sinn- und werteorientierten Coachings: Durchgehend nannten die Passanten Werte, die sich in die 5 Säulen der Identität nach Hilarion G. Petzold einordnen lassen. Ein tolles Beispiel dafür, wie lebendig und praxisnah das Modell ist.

Einige Beispiele:

Säule “Leib”: Gesundheit

Säule “Soziales Atom”: Beziehungen, Familie, Kinder, Vertrauen

Säule “ökologische Sicherheit”: Umweltschutz

Säule “Tätigsein”: Beruf, finanzielle Sicherheit, Freizeit

Säule “Zukunft”: Schulabschluss

Deutlich wird dabei, dass die Menschen hier nicht von Ihren Statussymbolen sprechen oder ihrer Stellung in der Gesellschaft, sondern fast durchgehend die gesundheitlichen und sozialen Werte genannt werden, wenn sie gefragt werden, was ihnen im Leben wertvoll ist.

(Angehende) Coaches sehen an diesem Video erneut, wie hilfreich das Coachingtool “Die 5 Säulen der Identität” dafür ist, Coachingnehmer als Menschen ganzheitlich zu erfassen.

Nun sind Sie dran: Was ist Ihnen wertvoll?

Mit dieser Frage wünschen wir allen Leserinnen und Lesern fröhliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Video: http://media.katholisch.de/video/flv/fef3c4ee-15cd-4876-abf4-75eddc8b1f56.mp4

Ausbildung zum Xpand Personal Coach – sinn- und werteorientiertes Coaching

Das Werte-Ohr wird geschult
Das Werte-Ohr wird geschult

Zum siebten Mal referierte Markus Classen im November das Modul „Sinn- und werteorientiertes Coaching“ in der Coaching-Ausbildung von xpand. In Präsentationen, Kleingruppenarbeit und Fallbeispielen mit Diskussionsrunden schlugen die 11 Teilnehmenden eine Brücke zwischen Theorie und Coachingpraxis. Inhalte wie die Logotherapie nach Viktor E. Frankl, das 5-Säulen-Modell der Identität bis hin zu Frankls „10 Thesen zur Person“ regten die Teilnehmenden an, die Methoden der Wertegenerierung anzuwenden und ihr „Werte-Ohr“ zu schulen. Durch Ausarbeitung der eigenen Werte verfeinerten die Coaches in Ausbildung ihr eigenes Coaching-Profil und beantworteten sich selbst so die Frage, in welchem Sinn sie in ihrer Tätigkeit als Coach Erfüllung finden und mit welchen Werten sie ihr Coaching gestalten.

Inhalte und Methoden – ein Auszug

Das 5-Säulen-Modell der Identität nach H. G. Petzold ist sowohl Theorie als auch Methode der Coachingpraxis. In diesem Modell fußt die Identität des Menschen auf den Säulen des Leibes (Körperlichkeit), des sozialen Atoms (der Mensch in Beziehung zu seinen Mitmenschen), der ökologischen Sicherheit (die Welt und Umwelt des Menschen), des Tätigseins (sowohl im Beruf, als auch in sonstiger Beschäftigung) sowie der Zukunft (künftige Erwartungen, Ziele, Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen).
Das 5-Säulen-Modell in der Praxis

Das 5-Säulen-Modell in der Praxis

Wie kann dieses Modell  nun in der Coaching-Praxis angewandt werden? Für jede Säule kann der Coach die vom Coachingnehmer wahrgenommenen Ressourcen, Störungen und dahinterstehenden Werte aufnehmen. In einer Matrix dargestellt können diese Felder nun ausgefüllt werden.
Aus der Erzählung des Coachingnehmers und dessen Anlass werden bereits einige dieser Felder gefüllt – Aufgabe des sinn- und werteorientierten Coaches ist es im Verlauf des Coaching-Gesprächs nun, mittels geeigneter Fragen die übrigen Felder auszufüllen. Das Ganzheitliche Bild des Coachingnehmers ist das Ziel und trägt gleichzeitig bei zu einer Arbeit mit dem Gesprächspartner, das auf Ressourcen zurückgreift, die Störungen berücksichtig und Klarheit über die Werte schafft.

Fallbeispiel

In Kleingruppenarbeit wurde der Fall von Walter M. bearbeitet. In gemeinsamer Gruppendiskussion fand dann der Transfer von der Theorie in die Praxis mittels der 5-Säulen der Identität statt.
Walter M., 53, verheiratet, ist Diplom-Ingenieur und seit drei Jahren Abteilungsleiter im Grünflächenamt, wo er seit 27 Jahren tätig ist und für die Entscheidung von Baumfällungen auf Flächen und Bezug auf Verkehrssicherheit verantwortlich ist. Auch Entscheidungen zur Neupflanzung gehört zu seinem Wirkungsbereich.
Das Erstgespräch kam durch Empfehlung eines Bekannten von ihm zustande und findet statt während einer Phase der Arbeitsunfähigkeit des Walter M., nachdem eine akute Belastungsstörung diagnostiziert wurde. Diese wird medikamentös behandelt und er gibt an, dass er sich auf dem Wege der Besserung befinde. Seine Wiedereingliederung steht in 6 Wochen an und er hat die Befürchtung, erneut in die selbe Situation zu geraten, wenn er die Arbeit wieder aufnimmt.
Seine Arbeitssituation schildert Herr Walter M. insofern als belastend, dass Anrufe von Bürgern bezüglich Fäll-Entscheidungen bei ihm zu einer starken Erregung führen, was sich in Herzrasen bis hin zur Sprachlosigkeit ausdrückt, und dass dabei auch Beschimpfungen und Entwertungen geäußert werden. Zudem spricht er von einer empfundenen Sinnlosigkeit in Bezug auf seine Tätigkeit, da er mit jeder seiner Entscheidungen auch Unzufriedenheit bei den Bürgern auslöst – unabhängig davon, ob sich für oder gegen eine Fällung entschieden wird.
Walter M. leitet ein Team von 4 Mitarbeitern – ein weiteres Anliegen im Erstgespräch ist es, dass er einen Mitarbeiter hat, der seinen Aufgaben nicht gewissenhaft nachkommt. Er sieht dies als Aufgabe für sich als Führungskraft an, weiß jedoch nicht, wie er eine Verhaltensanpassung beim Mitarbeiter angehen soll.

Das Modell in der Praxis

Die zukünftigen Coaches arbeiten am Fall

Die zukünftigen Coaches arbeiten am Fall

Im Fallbeispiel wurde das 5-Säulen-Modell der Identität angewandt und zu den jeweiligen Säulen die Ressourcen, Störungen und Werte herausgearbeitet. Ressourcen stellten beispielsweise seine Genesung aus der Arbeitsunfähigkeit dar, sein Bekannter, der den Coach empfahl, oder seine langjährige Zugehörigkeit zu seinem Arbeitsplatz. Störungen waren zu entdecken in der Krankheit (Säule Leib), die zur Arbeitsunfähigkeit (Säule Tätigkeit) führte. Auch die empfundene Sinnlosigkeit seiner Entscheidungen bzgl. der Fällungen von Bäumen zur Verkehrssicherheit (Säulen Tätigsein und ökologische Sicherheit) und das ungelöste Problem mit dem Mitarbeiter, der seinen Aufgaben nicht gewissenhaft nicht nachkommt, sind Störungen in diesem Fallbeispiel.

Auf der Werteebene wird ersichtlich, dass die empfundene Sinnlosigkeit der Tätigkeit zurückzuführen ist auf eine Unklarheit der Werte: Walter M. nahm die Konsequenzen seiner Entscheidungen jeweils nur in Bezug auf die Rückmeldungen der Bürger wahr – dass er auch zur Verkehrssicherheit beitrug oder für die Neuschaffung pflanzlichen Lebens verantwortlich war, geriet aus seinem Fokus. In seinem Wert der Gesundheit war er klarer: er nahm die Rückzugsmöglichkeit zur Genesung wahr und arbeitet auch als Patient mit an seiner Behandlung. Zudem ist er sich seiner Befürchtung vor neuerlicher Erkrankung bewusst und will dem entgegensteuern. Sein Pflichtbewusstsein als Wert drückt sich zudem aus durch seine Führungsaufgabe (Säule Tätigsein) und dem Wunsch, das Verhalten seines Mitarbeiters korrigieren zu wollen.
Aufgabe der Teilnehmenden in dem Kurs war es nun, die Matrix aus dem 5-Säulen-Modell zunächst aus dem Fallbeispiel auszufüllen – in einem weiteren Arbeitsschritt sollten mögliche Fragen und Gesprächssequenzen erarbeitet werden, um diejenigen Felder auszufüllen, die noch nicht aus dem Fallbeispiel ersichtlich waren. Zirkuläre Fragen, der Sokratische Dialog sowie ein offenes Werte-Ohr, das die Teilnehmenden am Wochenende schulten, zeigten auf, dass eine Werteklarheit zu sicheren Entscheidungen führt – so beispielsweise in der Ausarbeitung, dass die Folgen seines Handelns in seinem Beruf nicht nur ärgerliche Reaktionen bei den betroffenen Bürgern hervorruft, sondern dass er auch zur öffentlichen Sicherheit beiträgt, zur Verschönerung öffentlicher Plätze und zur Neuschaffung von Grünflächen, womit er einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leistet.

Nutzen für die Teilnehmenden

Die Coaching-Tools für die Praxis nutzen

Die Coaching-Tools für die Praxis nutzen

Die Arbeit mit Inhalten wie dem 5-Säulen-Modell als diagnostisches Werkzeug im sinn- und werteorientierten Coaching oder den 10 Thesen zur Person nach Frankl  regten die Teilnehmenden dazu an, sich intensiv mit ihrer eigenen Haltung und ihrem Werte-Ohr zu beschäftigen – sie konnten sich selbst die Fragen nach „Was ist mir wichtig als Coach?“ oder „Wie will ich meine Coachingnehmer wahrnehmen?“ klarer beantworten. Der Workshop und die Arbeit mit Markus Classen führte bei den Teilnehmenden zu der Handlungskompetenz, ihr Coaching-Profil differenzierter ausarbeiten und für Werteklarheit bei sich selbst zu sorgen – philosophische Fragestellungen nutzen die Teilnehmenden zur Reflexion ihrer eigenen Menschen- und Weltbilder, was als sehr hilfreich für die künftige, erfolgreiche Tätigkeit als Coach wahrgenommen wurde.

Zukünftiger Priester will den Menschen die richtigen Fragen stellen…

Gestern in der Welt am Sonntag: “Wer will noch katholischer Priester werden, nachdem das Vertrauen in die Geistlichen wegen der Missbrauchsskandale so schwer gelitten hat?” – ein Bericht aus dem Priesterseminar in Erfurt über den Priesteramtkandidaten Michael Kochalski. Inmitten der Vertrauenskrise der Kirche macht sich dieser zwar über seinen Weg Gedanken, zweifelt aber nicht grundsätzlich an seiner Berufung.

Ein Zitat von ihm über sein Selbstverständnis als Priester hat mir besonders gut gefallen:
“Es geht heute nicht mehr darum, den Menschen die Welt zu erklären Continue reading

Wie kann ich Selbst- und Fremdbild abgleichen und dabei nicht in die Negativspirale abgleiten?

Heute habe ich einen netten Beitrag auf www.entscheiderblog.de entdeckt. Dabei geht es um die Negativspirale in der Kritik und in den Wochen, in denen die Menschen in Scharen aus der katholischen Kirche austreten wagt es der Autor tatsächlich, in diesem Zusammenhang auch aus dem Buch der Bücher, nämlich der Bibel, zu zitieren:

http://www.entscheiderblog.de/die-verhaengnisvolle-negativspirale-der-kritik/

“Als Entscheider sind wir darauf angewiesen, dass wir ein ausgewogenes Bild der Welt haben.” Darunter verstehe ich konkret, Continue reading

Pfarrgemeinde findet neue Wege der Verkündigung: Videotagebuch

Mal etwas anderes: die hauptamtlichen Mitarbeitenden des Seelsorgeteams aus Drensteinfurt treffen sich zweimal wöchentlich, um ein Videotagebuch zu produzieren. Die Runde überlegt kurz, welchen Erfahrungen aus der Seelsorge, welches Erlebnis oder welche Begegnung eine Rolle spielen könnte und dann wird aufgezeichnet. Die “Klickzahlen” sind beachtlich, die Resonanz positiv: Zum Videotagebuch

Was hat das ganze mit dem Thema Coaching zu tun?

Auch im Coaching geht es darum, neue Wege zu finden, sich auf seine Stärken zu besinnen und mit Spaß an der Sache andere für sich und sein Anliegen zu begeistern. Pfr. Hembrock und seinem Team scheint es zu gelingen!

Das COACHINGBÜRO bloggt…

Inhaber des COACHINGBÜRO SINN MEETS MANAGEMENTDas COACHINGBÜRO SINN MEETS MANAGEMENT fängt nun auch an zu bloggen!
Oje, noch ein (Coaching-)Blog?!

Ja, noch ein Coaching-Blog!!!

Warum? Weil Coaching und die Coachingbeziehung einmalig sind.  Deshalb wird auch dieser Blog einmal werden.

Ich möchte hier meine Arbeit, meine Person und Arbeitsweise, die Coachingwelt und den Markt für Coaching und Coachingausbildung reflektieren – mit Ihnen ins Gespräch kommen, weitergeleitet werden und weiterleiten.