Professionelle Distanz in der Pflege – immer gleichbleibend oder individuell?

Habe ich in der letzten Woche im Coaching mit einem Klienten länger drüber gesprochen: Was bedeutet eigentlich die professionelle Distanz in der Arbeit mit alten, kranken, behinderten oder sterbenden Menschen? Continue reading

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In Beziehungsfragen ganz zentral: “Wer hat das Problem?”

Eine Lehrerin berichtet mir, dass die Schüler in ihrer Klasse gegenüber einem Kollegen aufmüpfig geworden sind. In mehreren Situationen wurde die Autorität des Lehrers untergraben und hinter seinem Rücken Stimmung gegen ihn gemacht.

“Das geht ja so nicht. – Der arme Kollege,… hmm, bei mir hätte die sich das allerdings nicht getraut.” sind die Gedanken der Lehrerin. Gern möchte sie nun den Kollegen darauf ansprechen, sie weiß allerdings nicht genau wie.

Meine Frage ist nun: “Wer hat das Problem?” Continue reading

Was ist eigentlich eine “Übertragung” im Coaching?

Stellen Sie sich einmal vor, Ihnen fällt es schwer, anstehende Aufgaben auch wirklich anzupacken und diese zeitgerecht zu erledigen. Immer wieder ertappen Sie sich dabei, dass Sie etwas aufschieben, zu spät beginnen oder gar nicht erledigen. Nicht nur Ihnen, sondern auch den Menschen in Ihrem (beruflichen) Umfeld fällt dies negativ auf. Sie möchten für diesen Punkt in Ihrem Leben gern eine Veränderung und suchen einen Coach auf.

Dieser Coach möchte nun gute Arbeit für Sie machen und überlegt sich, dass er mit einem verhaltenstherapeutischen Ansatz mit Ihnen arbeiten möchte: Continue reading

Teambesprechungen: Patenschaft für Abwesende

Kennen Sie das auch aus Ihren Teams: Gerade auf den Wohnbereichen und Stationen in Krankenhäusern und Altenheime finden regelmäßig Teambesprechungen statt – und so gut wie nie sind wirklich ALLE anwesend. Was ist die Konsequenz? Continue reading

Sagen Sie doch mal “gleichzeitig” statt “aber”…

Eine kleine Übung für das Wochenende: Bitte stellen Sie sich folgende Führungssituation vor:

“Ich habe es nicht geschafft, die Aufgabe zu erledigen, ich musste früher weg, weil ich Probleme in der Familie habe.”

„Oh, das tut mir leid. Ich hoffe, die Situation klärt sich für Sie. Gleichzeitig muss ich Ihnen sagen, dass sich Ihr Verhalten hier ändern muss. Ich kann es nicht zulassen, dass über eine längere Zeit die Arbeit hier leidet. Wie kann ich Sie unterstützen, Ihr Verhalten hier zu ändern?“

Wichtig ist hier das kursiv gesetzte Wort „gleichzeitig“. Alltagssprachlich würde hier meist das Wort „aber“ stehen. Durch das „aber“ wird die erste Aussage („Ich hoffe, die Situation klärt sich für Sie“) abgewertet und das Augenmerk liegt auf dem Aussagenteil nach dem „aber“ („Ihr Verhalten muss sich ändern“). Mit dem Wort „gleichzeitig“ erreichen Sie, dass beide Aussagen gleichwertig nebeneinander stehen und beide da sein dürfen. Dadurch erreichen Sie, dass Ihr Gesprächspartner weniger schnell in den Widerstand geht.

Probieren Sie es doch einfach mal aus…

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Der weise Rabbiner – oder: wer hat eigentlich Recht?

In der Kommunikation und Beziehungsgestaltung geht es nicht um RICHTIG oder FALSCH – ebenso auch nicht im Coaching. Nur in der Beratung (z.B. Steuerberatung) lässt sich klar und entschieden sagen, was richtig oder falsch ist.

Die folgende Weisheitsgeschichte verdeutlicht dies: http://bit.ly/bE0caj

Mit der angesprochenen Methode der Kaffeetasse mache ich übrigens selbst viele gute Erfahrungen. Frage: “Auf welcher Seite der Tasse ist der Henkel?”. Sich gegenüber sitzend, behaupten beide Gesprächspartner etwas anderes: “Links” – “Nein, rechts!” – und genau das Spiel ließe sich lange eskalierend weiter treiben: “Stimmt nicht, LINKS” – “Nein, RECHTS!!!” usw.

Erst, wer bereit ist, sich von seiner Position wegzubegeben und sich neben den Anderen zu stellen, kommt zu der Erkenntnis: Mensch, der hat ja auch Recht – genauso wie ich!